Wie finden Sie den Stoff für Ihre Bücher, was inspiriert sie?
I.Abedi: Was mich inspiriert? Immer das Menschliche: das Wunderbare, Abgründige, Geheimnisvolle, zu Ergründende, zu Liebende, auch das Leidende. Freundschaft. Familie. Schmerz und Glück. Das Schwere und Schöne am Kindsein und im Übergangsstadium der Jugend, die ja noch einmal eine ganz eigene Zwischen-Zeit ist.
Und „der Stoff“ findet mich. Als wäre in mir ein Haus und als würden dort die Ideen klopfen oder klingeln. Ich schaue, wer da ist – manchmal sind es kurzweilige Gäste, manchmal sogar Unwillkommene, bei denen ich das Gefühl habe, ich muss nicht mal die Haustür öffnen. Und in den besonderen Fällen steht jemand vor meiner Tür, von dem ich weiß: „Dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.“ Wenn „dieser Stoff“ mich gefunden hat, geht es los.
Was macht eine besondere Geschichte für Sie aus?
I. Abedi: Sie fesselt mich. Sie lässt mich vergessen, dass ich lese. Sie lässt mich eintreten in die andere Welt und vor allem: in die Gefühlswelt der Figuren. Sie lässt mich auch nach der letzten Zeile nicht mehr los. Es bleibt ein Teil meines Lebens.
In welche literarische Figur würden Sie sich gern einmal für einen Tag verwandeln?
I.Abedi: In Jane Banks aus den Mary Poppins Büchern.
Was macht ihrer Meinung nach ein perfektes Buch aus?
I. Abedi: (genau wie bei 2.) Es fesselt mich. Es lässt mich vergessen, dass ich lese. Es lässt mich eintreten in die andere Welt und vor allem: in die Gefühlswelt der Figuren. Es lässt mich auch nach der letzten Zeile nicht mehr los. Es bleibt ein Teil meines Lebens.
Worüber möchten Sie unbedingt noch einmal ein Buch schreiben?
I. Abedi: Ich schreibe es gerade …
Woher nehmen Sie Ihre Inspiration, wo finden Sie Ihre Ideen?
I. Abedi: (siehe Frage 1.)
Welches Buch würden Sie Ihren Lesern empfehlen, von dem Sie zuletzt selbst begeistert waren?
I. Abedi: Welchen Lesern? Allein schon meine Bücher werden von den unterschiedlichsten Menschen gelesen, unmöglich könnte ich „meinen Lesern“ ein Buch empfehlen – das kann ich nur, wenn ich jemanden kenne oder wenn mich jemand persönlich fragen würde, wie zum Beispiel in einer Buchhandlung. Ich kann aber sagen, welches Buch mich gerade besonders fesselt: Ich lese „Splitterfasernackt“ von Lilly Lindner. „Julischatten“ von Antje Babendererde hat mich begeistert. Ich liebe die „Rico/Oscar“ -Bücher von Andreas Steinhöfel. Und die „Penderwicks“ – Geschichten von Jeanne Birdsaal.
Welche Bedeutung hat die Interaktion mit dem Leser?
I. Abedi: (Siehe Frage 7.) „Den Leser“ gibt es für mich nicht. Es gibt so viele Leser wie Menschen und deshalb lassen sich auch Leser nicht über einen Kamm scheren. Bedeutend sind für mich immer die Begegnungen (mit Menschen wie bei Lesern), bei denen ein Funke überspringt. Dazu ist in manchen Fällen nicht mal ein Dialog nötig, manchmal sind es Blicke während einer Lesung. Manchmal ist es ein Leserbrief, der mich im Innersten trifft und mir zeigt, dass meine Geschichte genau an dem Ort gelandet ist, von dem aus ich sie selbst auch geschrieben habe. Manchmal erzählen mir Leser ihre eigenen Geschichten und ich erfahre, wie die meinen sich damit verwebt haben. Das sind unvergessliche, wertvolle Momente, in denen ich mich als Schreibende wunderbar bestätigt fühle. Beim Schreiben selbst bin ich dann aber immer wieder allein und auch das hat seinen Wert und seine Bedeutung.












